Alles, was du über den Mikronährstoff Eisen wissen musst

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement und ein essenzieller Mikronährstoff, den dein Körper nicht selbst herstellen kann. Seine Hauptaufgabe ist der Sauerstofftransport im Blut. Als zentraler Baustein des Hämoglobins, dem roten Blutfarbstoff, bindet Eisen Sauerstoff in der Lunge und transportiert ihn zu jeder einzelnen Zelle im Körper. Ohne Eisen können deine Muskeln, dein Gehirn und deine Organe nicht richtig funktionieren.

Darüber hinaus ist Eisen unentbehrlich für:

  • Die Energieproduktion
  • Die Zellteilung
  • Ein starkes Immunsystem
  • Die kognitive Entwicklung bei Kindern

Was passiert bei Eisenmangel?

Ein Eisenmangel ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen weltweit. Wenn die Eisenspeicher deines Körpers leer sind, kann nicht mehr genügend Hämoglobin gebildet werden. Dies führt zu einer Blutarmut (Anämie), die weitreichende Folgen hat.

Häufige Symptome und Mangelerscheinungen sind:

  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung: Das häufigste und oft erste Anzeichen.
  • Blasse Haut und Schleimhäute: Aufgrund des Mangels an rotem Blutfarbstoff.
  • Konzentrationsschwierigkeiten und Schwindel: Das Gehirn wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
  • Brüchige Nägel und Haarausfall: Äußere Anzeichen, die auf einen tieferen Mangel hindeuten.
  • Kurzatmigkeit und Herzrasen: Der Körper versucht, den Sauerstoffmangel durch eine erhöhte Herzfrequenz auszugleichen.
  • Geschwächtes Immunsystem: Du wirst anfälliger für Infektionen.
  • Restless-Legs-Syndrom: Ein unruhiges Gefühl in den Beinen, das oft nachts auftritt.
  • Psychische Beschwerden: Eisenmangel kann das Risiko für Depressionen, Angstzustände und eine gedrückte Stimmung erhöhen oder bestehende psychische Erkrankungen verschlimmern.

Was kann man bei Eisenmangel tun?

Ein leichter Eisenmangel lässt sich oft durch eine bewusste Ernährung ausgleichen. Eisen kommt in zwei Formen in Lebensmitteln vor:

  1. Hämeisen: Findet sich in tierischen Produkten wie rotem Fleisch, Geflügel und Fisch. Es wird vom Körper sehr gut aufgenommen.
  2. Nicht-Hämeisen: Kommt in pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten (Linsen, Bohnen), grünem Blattgemüse (Spinat, Grünkohl), Nüssen und Samen vor. Die Aufnahme kann durch Vitamin C (z.B. ein Glas Orangensaft zum Essen) verbessert werden.

Bei einem stärkeren Mangel, der bereits zu Symptomen geführt hat, reicht die Ernährung oft nicht aus. Hier kann die Einnahme von Eisenpräparaten in Form von Tabletten oder Kapseln notwendig sein. Solche Präparate sollten immer in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden, da eine Überdosierung gesundheitsschädlich sein kann.

Ignorierst du einen anhaltenden Eisenmangel, kann es im schlimmsten Fall zu einer schweren Anämie kommen, die das Herz-Kreislauf-System stark belastet und das Risiko für Herzversagen erhöhen kann.

Wenn du eines der Symptome bei dir bemerkst, solltest du einen Arzt aufsuchen, um deinen Eisenwert überprüfen zu lassen.

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