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MEDIKAMENTENMISSBRAUCH

Zu häufiger Medikamentenkonsum kann die Lebensenergie deines Körpers schwächen und seine Fähigkeit beeinträchtigen, sich gegen neue Angriffe zu verteidigen. Insbesondere Antibiotika stören die gesunde Darmflora und schädigen die nützlichen Bakterien, die für dein Wohlbefinden unerlässlich sind.

Dadurch kann die Anfälligkeit für Infektionen wie Vaginal- oder Ohrenentzündungen steigen und sogar zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen. Außerdem kann der übermäßige Einsatz von Medikamenten die Nährstoffaufnahme behindern, den Flüssigkeitshaushalt stören und das gesamte Immunsystem beeinträchtigen.

Anmerkung: Vergessen wir nicht, dass die Leber und die Nieren als Teil unserer Emunctories hart kämpfen müssen, um alle in unserem Körper vorhandenen Chemikalien auszuscheiden. So kann sich bei-spielsweise der Missbrauch von Paracetamol nachteilig auf die Funk-tionsfähigkeit des Körpers, auf seine Drainagekapazität und auf die Erhaltung der Gesundheit des Patienten auswirken.

Leidest du unter Medikamentenmissbrauch? Du bist nicht allein und es gibt Wege, wie du Unterstützung bekommen kannst. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Medikamentenabhängigkeit eine ernsthafte Krankheit ist, die behandelt werden kann. Hilfe zu suchen, ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.

Hier findest du Hilfe:

  • Hausarzt: Deine erste Anlaufstelle sollte dein Hausarzt sein. Er kann dich diskret beraten und die nächsten Schritte einleiten, wie zum Beispiel die Überweisung an einen Spezialisten.
  • Suchtberatungsstellen: In jeder größeren Stadt gibt es Suchtberatungsstellen, die kostenlose und anonyme Beratung anbieten. Sie helfen dir, eine geeignete Therapieform zu finden, wie z.B. ambulante oder stationäre Behandlung.
  • Selbsthilfegruppen: Gruppen wie die Anonymen Alkoholiker (AA) oder spezifische Gruppen für Medikamentenabhängigkeit bieten einen geschützten Raum für den Austausch mit anderen Betroffenen.
  • Telefonische Beratung: Es gibt verschiedene Hotlines, die rund um die Uhr erreichbar sind, z.B. die Sucht & Drogen Hotline, wo du anonym und vertraulich über deine Situation sprechen kannst.

Zögere nicht, den ersten Schritt zu machen. Deine Gesundheit ist es wert.

In Deutschland gibt es mehrere Hotlines, die kostenlose und anonyme telefonische Beratung bei Suchtproblemen anbieten. Hier sind einige der wichtigsten Anlaufstellen, die sich auch auf Medikamentenmissbrauch beziehen:

  • TelefonSeelsorge:
    • Telefonnummern: 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 (auch 116 123)
    • Angebot: Rund um die Uhr erreichbar, 24/7. Die Beratung ist kostenlos und anonym. Sie bietet Unterstützung in schwierigen Lebenslagen, zu denen auch Suchtprobleme gehören.
  • MEDIAN Kliniken Suchthotline:
    • Telefonnummer: 0800 / 0600 600 800
    • Angebot: Kostenlose und anonyme Beratung. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr erreichbar und bietet Fachwissen zu Suchtproblematiken.
  • Infotelefon zur Suchtvorbeugung der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung):
    • Telefonnummer: 0221 / 89 20 31
    • Angebot: Die Beratung ist anonym und richtet sich an alle, die Fragen zur Suchtprävention haben. Sie kann auch an lokale Beratungsstellen weitervermitteln. Die Kosten entsprechen dem regulären Festnetz-Tarif.
  • DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Suchtberatung:
    • Telefonnummer: 08000 / 365 000
    • Angebot: Das DRK bietet eine kostenlose Hotline mit professioneller Suchtberatung. Sie ist für Betroffene und Angehörige gleichermaßen gedacht.

Wichtiger Hinweis: Die bundesweit bekannte „Sucht & Drogen Hotline“ unter der Nummer 01806 / 31 30 31 ist nicht kostenlos, sondern kostenpflichtig (0,20 € pro Anruf aus dem Fest- und Mobilfunknetz). Sie bietet jedoch ebenfalls anonyme Beratung rund um die Uhr.

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