Chronische Übersäuerung (Azidose): So bringst du dein Säure-Basen-Haushalt mit der richtigen Ernährung ins Gleichgewicht.

Fühlst du dich oft müde und abgeschlagen? Leidest du unter unklaren Muskel- oder Gelenkbeschwerden? Dies könnten Anzeichen für eine chronische Übersäuerung sein. Der Körper ist von Natur aus darauf ausgelegt, seinen pH-Wert in einem sehr engen, leicht basischen Bereich zu halten. Doch eine moderne, falsche Ernährung kann das empfindliche Gleichgewicht stören und eine sogenannte latente metabolische Azidose begünstigen. Erfahre jetzt, welche Lebensmittel säurebildend sind und wie du mit einer gezielten Azidose Ernährung gegensteuern kannst.


Azidose durch Ernährung: Die Hauptursachen für die Säurelast

Obwohl unser Körper über hochentwickelte Puffersysteme (über Niere und Lunge) verfügt, um den Säure-Basen-Haushalt konstant zu halten, kann eine dauerhafte Fehlernährung das System überlasten. Der Kern des Problems liegt oft im Verhältnis zwischen säurebildenden und basenbildenden Lebensmitteln.

Starke Säurebildner, die du reduzieren solltest

Eine Ernährung, die diese Lebensmittel im Übermaß enthält, erhöht die Säurelast des Körpers:

  • Tierisches Eiweiß: Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
  • Milchprodukte: Insbesondere Käse
  • Getreideprodukte: Vor allem Weißmehlprodukte (Brot, Nudeln)
  • Zucker und Süßigkeiten
  • Genussmittel: Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol und kohlensäurehaltige Softdrinks

Wichtige Basenbildner für den Ausgleich:

Diese basische Lebensmittel helfen dem Körper aktiv, überschüssige Säuren zu neutralisieren:

  • Obst und Gemüse (der wichtigste Basenlieferant)
  • Kartoffeln
  • Salat und Kräuter
  • Einige Nüsse/Samen (z.B. Mandeln)

Chronische Übersäuerung Symptome: Auf diese Anzeichen solltest du achten

Die Symptome einer chronischen Azidose sind in der Regel unspezifisch und entwickeln sich schleichend. Eine chronische Übersäuerung wird daher oft lange nicht erkannt.

Mögliche Symptome sind:

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie Antriebslosigkeit
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Hautprobleme wie unreine Haut und Cellulitis (schlaffes Bindegewebe)
  • Eine verstärkte Entzündungsneigung
  • In schweren, langanhaltenden Fällen kann der Körper Mineralien aus Knochen und Gewebe zur Pufferung nutzen, was die Entstehung von Osteoporose begünstigen kann.

Behandlung und Vorbeugung: Die basische Ernährung als Lösung

Die effektivste Behandlung und Vorbeugung einer chronischen Übersäuerung beginnt bei der Ernährungsumstellung hin zu einer basenreichen Kost.

  1. Den Anteil an basenbildenden Lebensmitteln erhöhen:
    • Esse täglich viel frisches Obst und Gemüse versuche mindestens 5 Portionen zu Essen. Alternative kannst du dir auch alles in einen Mixer geben um es flüssig zu dir zu nehmen.
    • Integrier Kartoffeln, Salat und Kräuter in Ihren Speiseplan.
  2. Säurebildner reduzieren:
    • Verringer den Konsum von tierischen Produkten (Fleisch, Wurst, Käse) und Weißmehlprodukten.
  3. Ausreichend trinken:
    • Trinken Sie täglich ca. 2 Liter stilles Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Dies unterstützt die Ausscheidungsfunktion der Nieren enorm.

Wichtige Lifestyle-Faktoren:

  • Regelmäßige Bewegung: Unterstützt die Ausleitung von Säuren über die Atmung.
  • Stressreduktion: Chronischer Stress kann ebenfalls zur Säurebelastung beitragen.

Wichtiger Hinweis zur akuten Azidose (Akutfall!)

Bitte beachte: Eine akute Azidose (ein starkes Absinken des pH-Wertes im Blut) ist ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall und hat Ursachen, die über die Ernährung hinausgehen (z. B. Diabetes mellitus, schwere Nierenfunktionsstörungen). Symptome wie Atemnot, Herzrhythmusstörungen oder Verwirrtheit erfordern sofortige ärztliche Behandlung.

Bei Verdacht auf eine chronische Übersäuerung und anhaltenden unspezifischen Symptomen, suchen Sie immer einen Arzt oder Ernährungsberater auf, um die Ursache abklären zu lassen.

Tipps zur Unterstützung des Säure-Basen-Haushalts

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