Naturheilkundliche Tipps die den Säure-Basen-Haushalt Unterstützen können.

Die naturheilkundliche Perspektive legt den Fokus auf eine basenüberschüssige Ernährung und die Unterstützung der Ausscheidungsorgane (Niere, Darm, Lunge, Haut).

1. Ernährungsumstellung (Basenüberschüssige Kost)

  • 80/20-Regel: Strebe ein Verhältnis von etwa 80 % basenbildenden und 20 % säurebildenden Lebensmitteln an.
  • Basenbildner bevorzugen: Esse reichlich Gemüse (Kartoffeln, Spinat, Brokkoli, Karotten) und Obst (trotz des sauren Geschmacks wirken die meisten Früchte basisch, da die Fruchtsäuren im Körper verstoffwechselt werden).
  • Säurebildner reduzieren: Beschränke den Konsum von Fleisch, Wurst, Käse, Weißmehlprodukten, Zucker und alkoholischen/kohlensäurehaltigen Getränken.

2. Trinken und Ausscheidung

  • Hydratation: Trinken mindestens 2–3 Liter täglich stilles Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Dies unterstützt die Nieren bei der Ausscheidung überschüssiger Säuren.
  • Nieren- und Blasentees: Spezielle Teemischungen (z. B. Brennnessel, Löwenzahn) können die Nierenfunktion anregen.
  • Zitronenwasser: Trinke morgens auf nüchternen Magen ein Glas lauwarmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone. Trotz der enthaltenen Zitronensäure wirkt dies basisch, da die Mineralien der Zitrone bei der Verstoffwechselung Basen bilden.

3. Bewegung und Atmung

  • Ausscheidung über die Lunge: Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und bewusste, tiefe Bauchatmung helfen, das saure Kohlendioxid (CO2​) effizienter abzuatmen und somit das Puffersystem der Lunge zu entlasten.
  • Sauerstoffzufuhr: Ausdauersport (z. B. Spazierengehen, leichtes Joggen) fördert eine bessere Sauerstoffversorgung und kann die Entsäuerung unterstützen.

4. Entlastung über die Haut

  • Basenbäder: Füge deinem Badewasser Basensalze hinzu. Die Haut wird in der Naturheilkunde als wichtiges Ausscheidungsorgan betrachtet; ein Basenbad soll helfen, Säuren über die Haut auszuscheiden (Osmose-Effekt).
  • Sauna/Dampfbad: Schwitzen unterstützt ebenfalls die Entgiftung und Entlastung des Körpers.

5. Basische Nahrungsergänzung

  • Mineralstoffe: Zur Unterstützung der körpereigenen Pufferkapazitäten werden oft basische Mineralstoffpräparate (z. B. mit Citraten von Calcium, Magnesium, Kalium oder Zink) empfohlen, um die körpereigenen Basendepots wieder aufzufüllen. Dies sollte idealerweise in Absprache mit einem Therapeuten erfolgen.

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